Valley of Fire, Nevada

Wir sind immer noch da. Fünf Tage am Stück. Außer an Weihnachten mit Viola und Carla ist das noch nie vorgekommen. Was hält uns hier nur? Warum fühlen wir uns so wohl und haben das Gefühl im Urlaub zu sein? Also, im Urlaub vom Urlaub…?!

Mildes Klima im Februar

Nun, es hat herrliche 20 Grad und viel Sonne. Nachdem sich in Page (Antilope Canyon) der nächste Schneesturm für die Gebirgsregion: Arches NP, Capital Reef NP, Bryce Canyon NP und Zion NP angeküpndigt hatte, änderten wir schweren Herzens die Route. Gesperrte Straßen, geschlossende Campingplätze, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt – dafür ist unser Postbus nicht ausgelegt. Und überhaupt, meine zwei -verfrorenen- Männer streikten.
Also runter von der Höhe und ab in Richtung Kalifornien… Da erinnerten wir uns plötzlich einer Empfehlung von Reisebekannten. Selbige blieben einige Tage dort, weil es so schön war.

Valley of Fire

Das Tal erhielt seinen Namen von den weißen, gelben, orangen, roten und violetten Sandsteinformationen, die in wilden Linien das Gestein durchziehen. Wie züngelndes Feuer.

Sie entstanden vor 150 Mio Jahren während der Dinosaurierzeit durch riesige Verschiebungen von Sanddünen. Verschiedene Auf-und Abfaltungen der gesamten Region gefolgt von starken Erosionen gestalteten eine ausergewöhnliche Landschaft.

Prospect Trail

Im Valley of Fire regnet es äußerst selten. Und Schneefall gibt es noch weniger. Alle 20 Jahre. Vielleicht. Dieses Jahr war es soweit. Die Schneestürme der vergangenen Tage reichten bis in diese Region. Vereinzelt liegen noch Schneereste im Schatten der Felsen. Jetzt wird das Tal mit jedem Tag grüner: Frisches Gras sprießt aus dem sandigen Boden. Die ersten Blumen blühen. Da freuen sich die Herden von Widder, die hier zuhause sind.

Wir wollen alles hautnah erleben und wählen einen Wandertrail abseits der Tagesbesucher aus. Eine Bachbettwanderung mitten ins Herz des Feuers.

Mouse’s Tank

Mitten in den wilden roten Sandsteinformationen bildete sich hier ein natürliches Becken, in dem sich das Wasser nach Regenfällen sammelt. Manchmal war es das einzige bisschen Nass für Monate. Wie wichtig dieses Becken für das Überleben in dieser Region ist/war, zeigen die Petroglyphen an den dunklen Wänden dieses Canyons. Und immer wieder begegnen wir schamanischen Darstellungen.

Morgen fahren wir weiter. Definitiv. Nicht, dass wir uns sattgesehen hätten. An dieser Farbenexplosion. Dem Feuer der Felsen. Oh nein. Aber jeder Urlaub ist doch einmal vorbei. Neue Abenteuer warten auf uns.

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