Touristenliebling: Bahía Concepción, BC Sur

Bahía Concepción 

Südlich von Mulegé erstreckt sich die Bahia Conceptión. Sie ist der Inbegriff eines tropischen Traumes: Flache Strände in Weiß oder Schwarz, türkisblaues Wasser, eine vielfältige Unterwasserwelt und jede Menge Inseln, die es zu entdecken gibt. Aber das Beste ist: Durch die vorgelagerte Halbinsel Concepción ist das Meer windgeschützt. Meistens jedenfalls. Stand-up Paddler, Kanuten und Schnorchler kommen auf ihre Kosten! Geparkt wird gegen eine geringe Gebühr direkt am Strand.

Snowbirds

Entsprechend viele Touristen aus den USA und Kanada finden sich alljährlich auf der Bahía Concepción ein, um dem strengen Winter in ihren Heimatländern zu entgehen. Sie nennen sich selber Snowbirds (Schneevögel), wie die Vögel, die im Winter in den Süden fliegen. Die Gastronomie hat sich auf die Touristen eingestellt und wirbt mit: We speak spanglisch!
Wir sind schon vielen Snowbirds begegnet. Aber auf der Bahía Concepción lernten wir etwas Besonderes.

Playa de Requesón 

Der Playa Requesón ist ein Bilderbuch Strand. Eine Landzunge aus weißem Sand verbindet sich mit der Landzunge einer vorgelagerten Vogelinsel. Bei Ebbe können wir trockenen Fußes die Insel betreten. Der Strand ist nicht sehr groß. Berni und ich hatten Glück. Am Vormittag konnten wir uns noch einen Platz aussuchen. Am Nachmittag füllte sich der Strand. Eine Gruppe junger Amerikaner mit 12 Reisemobilen fielen über den Strand her wie die Heuschrecken. Sie fanden sich unterwegs und reisen nun in einer Kolonne. Sie sind eine Clique, erklärt uns unser Nachbar. Das ist doch ganz praktisch oder nicht? Berni und ich schütteln insgeheim den Kopf. Für so viele Reisemobile einen Platz zu finden, ist sicher nicht einfach!

Playa Coyote

Der weiße Strand El Playa Coyote zeichnet sich durch eine schmale, aber lange Bucht aus. Das hat den Vorteil, dass alle Fahrzeuge in der ersten Reihe parken können. Die vorgelagerten Inseln Isla Guapa und Isla Bargo laden zu einer Überprüfung mit dem Kajak ein. Das Wasser ist so klar, dass wir die Unterwasserwelt mit bloßem Auge erkennen können. Es kommt uns vor, wie wenn wir in ein Aquarium schauen. Zum Schnorcheln ist es uns zu kalt. Die Wassertemperatur beträgt gerade einmal 19 Grad.

Playa Santispac

Der Playa Santispac liegt in einer ausgeprägten Bucht. Die Wohnmobile stehen dicht aneinander. Ob das an dem Restaurant liegt, das sich auf dem Gelände befindet? Berni und ich finden einen einsamen Platz am Rand und starten zu unserer nächsten Inseltour: der Isla Pitahaya, der Isla Blanca, der Isla Liebre und  Isla San Ramón. Wir gehen Aquarium schauen! So nennen wir unser neues Hobby. Das birgt ein gewisses Suchtpotenzial!

Gruppenreisen

Am nächsten Morgen spricht uns ein amerikanisches Paar unseres Alters an. Sie bewundern unseren Mut! Beide sind das erste Mal an der Bahía Concepción und auf der Baja California. Hierzu bewegen sie innerhalb einer Gruppe. Sie sind etwa 10 Fahrzeuge. Es sind also nicht nur jugendliche Cliquen unterwegs! Ob das nicht schwierig sei, frage ich. „Oh, nein,“, antworteten sie, „man hat Gesellschaft und ist sicherer!“. Wir beteuern, dass das Reisen in Mexiko besser ist wie sein weltweiter Ruf. Aber es bleibt dabei: Sie wünschen uns eine gute und vor allem eine sichere Reise!

Verschiedene Kulturen 

Schon in den USA machten wir die Erfahrung, dass sich die Amerikaner gerne innerhalb eines Platzes gruppieren. „Sie bilden eine Wagenburg wie ihre Vorfahren!“, stellte ich fest, während die Deutschen möglichst weit weg von allen standen. Einschließlich ihrer Landsleute. Sozusagen in den entferntesten Ecken. Wir suchen den Freiraum, die Amerikaner den Schutz.
Ich komme ins Grübeln. Welche Rolle spielt die Vergangenheit heute noch? Was macht uns als Volk aus?