Mendocino, Kalifornien

Es ist immer gut, wenn man eine persönliche Empfehlung hat: Mendocino ist mit einem Leuchtstift auf unserer Landkarte hervorgehoben. Wir bekamen sie von Reisefreunden im Death Valley. Es liegt auf unserem Weg, 245 km nördlich von San Francisco. Die kalifornische Küste ist landschaftlich kaum zu überbieten: Die Strände sind sensationell, das Umland ist grün und fruchtbar, Flora und Fauna einzigartig, das Klima angenehm … nur die Städtchen entlang des Hwy 1 lassen an Atmosphäre, wie wir es von den europäischen Küstenstädtchen gewöhnt sind, missen. 

Künstlerdorf Mendocino

Nicht so Mendocino. Das Städtchen auf den Klippen hat Flair. Die kleinen Geschäfte und Cafés an der Main Street genießen allesamt Meerblick. Das Dorf zieht Künstler und Individualisten an, es gibt viele Gallerien und zwei Museen. Man ist stolz darauf, dass die Künstlerin Emmy Lou Packard für ein paar Jahre hier lebte. Wer glaubt, das sei alles Kitsch, irrt sich. Wir sind in Kalifornien. Man legt Wert auf handmade, Bio Produkte und Ökobewußtsein, Papier- statt Plastiktüte oder besser gar keine Verpackung. Selbstabfüllen in mitgebrachten Taschen oder Dosen ist im Supermarkt auf dem Land möglich.

Whale Watching in Mendocino

Von Dezember bis Februar ziehen Grauwale dicht am Ufer nach Süden Richtung Baja California, Mexiko. Von März bis April kehren die ersten schon wieder Richtung Norden zurück. Über 26 000 Exemplare soll es geben. Da müssten doch ein paar an den vielen Aussichtspunkten um Mendocino zu sehen sein …. wir legen uns auf die Lauer.

Und tatsächlich kann ich mit dem Fernglas Wale ausmachen. Sie sind gut an ihrer Luftfontäne zu erkennen. Bis Berni sie jedoch mit dem Foto erfasst hat, sind die Riesen längst abgetaucht.

Paddeln

Die Küstenlinie um Mendocino zeichnet sich durch seltsame Felsformationen, Höhlen und Felsentore aus. Man kann sie vom Paddelboot aus erreichen. Wir aber nicht. Der Pazifik ist zu stürmisch. Oder wir zu unerfahren. Es gibt sehr viele Untiefen, ein Kentern wäre lebensgefährlich. Aber es gibt den Big River. Im Mündungsbereich in den Pazifik hat er sich ein breites sandiges Bett geschaffen. Ideal zum Einsetzen unserer Boote. Es weht ein starker Wind, aber die hohe Brandung des Meeres bleibt -außen- vor. Eine Robbe gewährt uns ein exklusives Fotoshooting und Fischotter blinzeln neugierig unter ihrem Bau hervor. 

Wir können die Empfehlung weitergeben. Wer in der Gegend ist, sollte unbedingt in Mendocino vorbeischauen …! Es rentiert sich.

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