Congaree NP

Uuuuuuuuuuuuhhhhh, tönt es unheimlich, Uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhh. 
Das ist definitiv kein Wolf. Kein Bär. Kein Hund und auch kein Hirsch auf Brautschau. Uuuuuuuuuuuuhhhhh, brüllte „es“unaufhörlich, Uuuuuuuuuuuuhhhhh…! Wir liegen in unserem Postbully im National Park Congaree und lauschen in die Nacht. Viel gesehen haben wir noch nicht. Morgen wollen wir das Visitor Center aufsuchen und uns informieren. Uuuuuuuuuuuuhhhhh – ich schaue mich in unseren Bus um – Uuuuuuuuuuuuhhhhh – Gott bin ich froh, dass wir dich haben!

War Zone (Kriegsgebiet)

Der Congaree River ist beidseitig durch einen Steilhang begrenzt. Zusammen mit dem Creek River bildet er ein riesiges natürliches Flutungsbecken. Meistens liegen die großen Flächen trocken. Nach einem heftigen Regen füllen sich zuerst die kleinen Wasserkanäle und das niedrige Areal beginnt zu steigen. Bei noch mehr Regen steigt das Wasser schnell und beide Flüsse verbinden sich zu einer riesigen Wassermasse.
Es hat viel geregnet. Sehr viel geregnet. Stufe 3 sozusagen. Alles ist überflutet, berichtet der Ranger, Klar, können wir paddeln, aber es gibt keine Ausstiegsstelle mehr. Alle Rastplätze sind versunken. Es liegen Bäume im Wasser… Das Auto mit den Fahrrädern holen?, er lächelt uns hilflos an, Auf welchen Wegen? 

Der Congaree NP kann mit einer Vielzahl von Tieren aufwarten: 

Unzählige Spinnenarten wie zum Beispiel die Wolfs Spider …
Eidechsen wie die Five-lines Skink
Eichhörnchen wie das Fox Squirrel
Schlangen, Eulen und …. Moskitos

21 Arten von Schnacken sind hier vertreten. Der Mosiktobarometer steht auf Ruthless (Rücksichtslos). Einen Schritt weiter und wir wären in der War Zone (Kriegzone).

Paddeln auf dem Creek River

Wir wollen trotzdem aufs Wasser. Schließlich sind wir Rheinhochwasser und -schnacken gewöhnt.  Die Sumpfzypressen (Bald Cypress) haben es mir angetan. Sie bilden breite Fächerwurzeln aus, das muss überprüft werden. Die Einsatzstelle am Creek River ist nur über Umwege zu erreichen. Wir sehen es gleich: Das Wasser steht überall. Von Zeit zu Zeit plumpsen die Früchte der Zypressen ins braune Wasser. Platsch …platsch, tönt es durch den Wald. Über unseren Köpfen unterhalten sich Papageien. Wir tauchen für die nächsten Stunden in eine grüne Oase ab. Kurz vor dem Ausstieg passiert etwas Unglaubliches: Auf einem trockenen Flecken findet Berni … Pfifferlinge! Das Abendessen ist gesichert.

Abenteuer auf dem Boardwalk Loop Trail

Ich kann nicht von den Urwaldriesen lassen. Sie faszinieren mich. Wie sie mit ihren gefalteten Röcken im Wasser stehen. Wir wandern auf den Boardwalk Loop Trail. Er heißt so, weil der komplette Weg auf Holzstegen verläuft. Wegen des unterschiedlichen Wasserstandes. 

Es hat viel geregnet. Sehr viel geregnet. Stufe 3 sozusagen. Alles ist überflutet

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