Salt Springs

What do you want for the dog?

What do you want for the dog? (dt. Was wollen Sie für den Hund?)
Das …. ist die falsche Frage und folglich die falsche Antwort, die ich mir zurecht gelegt habe. Was hat der Mann gefragt… ?! Ich muss mich verhört haben…

Salt Springs Park

Wir sitzen in unserem Postbully auf dem Parkplatz vor dem Salt Springs Park und trinken Kaffee. Also -ich- trinke Kaffee und Berni ißt genüßlich seine Schokolade. Wir müssen uns aufwärmen. Die Salt Springs sind eine Besonderheit im Ocala National Forest. Das ganze Gebiet besteht aus Karstgestein, aus dem duzende Süßwasser Quellen austreten. Bis auf die Salt Springs. Ihr Wasser ist ganzjährig 22,2 ° C kalt, mineralhaltig und schmeckt leicht salzig. 
„Höre. Vielleicht kannst du das Lachen der Indianerkinder hören, die am Ufer der Quelle spielen. Schau mit geschlossenen Augen. Du könntest den Schatten eines spanischen Konquistadors sehen (…)“, stand auf der Infotafel. Heute ist sie Teil des Salt Springs Parks. Ihre Ufer sind von einem Becken gefasst, in das Stufen ins kristallklare Wasser führen. Im Park stehen stehen Picknick Bänke unter uralte Oaksbäumen.

Please?, frage ich unsicher und ärgere mich, dass ich immer noch nicht weiß, wie unser deutsches kurzes –Wie bitte- korrekt auf englisch heißt. Eben kamen wir vom Schnorcheln in der Quelle und es war für mich ein einmaliges Erlebnis. Von vier Einzelquellen drückt das Wasser nach oben. Mit der Taucherbrille konnten wir direkt in deren tiefen dunklen Schlund blicken. Die Strömung war deutlich zu spüren. Aber es wurde mit der Zeit kalt. 

What do you want for the dog?

Nun sitzen wir in unseren Postbully und lassen das Erlebte revue passieren. Johnny lümmelt in der Sonne vor dem Auto. Aus den Augenwinkeln bemerke ich ein Golf Carts, das auf uns zu steuert. Bestimmt will uns der Angestellte daraufhin hinweisen, dass Hunde im Park verboten sind. 

Ja, ich habe die Schilder gesehen. Vielen Dank!, formuliere ich auf englisch im Kopf, während ich ihm entgegen gehe. Johnny verteidigt derweil lautstark unseren Bus. 

What do you want for the dog“ wiederholt er und grinst mich an. 

Nach wie vor ist es so, dass wir mindestens einmal am Tag auf den Bus angesprochen werden. Es gibt aber auch eine stetig wachsende Fan-Gemeinde von Johnny. Ohne Witz. Die Amerikaner lieben Johnny. Unsere Doofnuss. Kaum zu glauben.

What do you want for the dog?! Mir fällt darauf keine Antwort ein. Weder auf deutsch noch auf englisch. Und so dreht er ab. Der Parkangestellte. Und lässt mich fassungslos zurück.

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