Wildes Nachtleben

Nach fünf Tagen in New Orleans wollen wir unserem Besuch die Fauna, Flora und Kultur der Südstaaten zeigen. Die Sumpfgebiete des Mississippi Rivers, die herrlichen Strände von Pensacola. der Blackwater River und die Zuckerrohrplantagen stehen auf dem Programm. Wir verlassen unser Cabin in New Orleans und ziehen los. Übernachtet wird in State Parks; Berni & ich im Postbus, die Mädels jeweils im eigenen Zelt.

Dummerweise hielt ich es für eine gute Idee Viola das Buch Picknick mit Bären von Bill Bryson als Reiselektüre zu geben. Es handelt schließlich in Amerika. 
Ich habe den gleichnamigen Film im Kino gesehen und fand ihn ganz lustig. Aber offenbar wurden wichtige Passagen ausgelassen. Hier ein kleiner Auszug:

1. Nacht im Zelt

Eine erfolglose Textnachricht vom Viola-Zelt in den Bus via Telegram App aufs Handy:

Berni, Johnny & ich schlafen seelig.

2. Nacht im 1000 Sterne Hotel

Viola bekommt zur ihrer Sicherheit Johnny ins Zelt …

Wieder alles verpennt … selbst Johnny rührt sich nicht.

3. Nacht im Freien

… diesmal von mir. Mein Handy liegt griffbereit. Für den Fall der Fälle.

Kein Wildschwein sondern ein Waschbär beehrt uns diese Nacht. Nachdem der kleine Kerl mehrere Anläufe unternimmt durch die Heckklappe in den Bus zu klettern, versucht er es von oben. Also, vom nahen Baum über das Sonnensegel aufs Dach. Dem hielt unsere Konstruktion nicht stand und stürzte krachen ein. Viola ist nicht beruhigt…

… nach weiteren 7 unruhigen Nächten 

Müdes Lächeln allerseits. 

Am nächsten Morgen finden wir verräterische Spuren. Das Gelände ist durch den anhaltenden Regen völlig aufgeweicht und ein paar Wildschweine haben es sich wohl -direkt- neben Violas Zelt gemütlich gemacht … und Johnny? Hat die Sache wohl verpennt…

Wilde Tiere

Jede Nacht durchsuchen nacht- oder dämmerungsaktive Tiere die Campgrounds nach Speiseresten. Dazu gehören manchmal Schwarzbären, Wildschweine, Eichhörnchen, Rehe, Waschbären, Opossums und viele mehr, die ich (vielleicht) gar nicht wissen möchte. Manchmal finden wir Spuren, aber das muss man ja nicht an die große Glocke hängen … 

Die Zelte der Mädels rücken jedenfalls im Laufe der Zeit immer näher zusammen.

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